Wohngesundheit – Grünes und wohngesundes Bauen 2021

Wohngesundheit – Grünes und wohngesundes Bauen 2021

Ein gesundes Leben und damit verbunden die Wohngesundheit wird immer wichtiger. Ob Bauherren einen Neubau planen oder einen Altbau renovieren, gesundheitsfördernde Baumaterialien und Produkte sowie gesunde Möbel sind gefragter denn je. Hier finden Sie viele interessante Informationen über Schimmel, Schallschutz im Haus und Elektrosmog. Lesen Sie neben dem Thema Wohngesundheit auch mehr zum Natürlich Bauen auf unserem Ratgeber.

Zusammenfassung:

Die Wohngesundheit ist für die Deutschen wichtig: Schadstoffe in der Innenraumluft stehen im Verdacht, eine Vielzahl von Krankheiten zu verursachen. Die Liste der möglichen Schadstoffquellen ist lang. Es wird zwischen biologischen, chemischen und physikalischen Schadstoffquellen unterschieden. Prüfungen und Gütesiegel bestätigen die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Baustoffen und Produkten.

Das Thema Wohngesundheit ist sehr wichtig: Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag ergab, ist ein gesundes Wohnumfeld für 73 % der Deutschen von großer Bedeutung. Wenn man bedenkt, dass die Deutschen einen großen Teil ihres Lebens in Innenräumen verbringen, ist es nicht verwunderlich, dass das Interesse an der Wohngesundheit groß ist.

Doch vorab: Was bedeutet eigentlich Wohngesundheit?

Wenn die meisten Menschen an gesundes Leben denken, fallen ihnen als erstes Luftschadstoffe ein, die die Ursache für unerträgliche Kopfschmerzen, ständige Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein sein können. Das ist richtig, aber im Prinzip gilt es, das Thema Wohngesundheit deutlich breiter zu erfassen. Auch gesundheitliche Belastungen durch Elektrosmog oder ständige Lärmbelästigung können unter dem Stichwort Wohngesundheit eingeordnet werden. Nicht zuletzt bedeutet gesundes Wohnen zum Beispiel auch, für ein angenehmes und ästhetisch ansprechendes Wohnumfeld mit ausreichend natürlichem Licht und Schutz vor sommerlicher Hitze zu sorgen, in dem sich die Bewohner des Hauses jederzeit wohl fühlen.

Potenzielle Quellen von Schadstoffen

Die Liste möglicher Schadstoffe, Wohngifte und physikalischer Quellen, die das Raumklima und das Wohnumfeld negativ beeinflussen, ist nicht gerade kurz. Im Allgemeinen gibt es, wie das Sentinel Haus Institut auf seiner Website ausführt, drei Quellen für Verunreinigungen: biologische, chemische und physikalische.

  • Biologische Schadstoffe: Zu den biologischen Schadstoffquellen gehören Dinge wie Schimmel, Keime und Hausstaubmilben. Sie können Atemwegserkrankungen oder Allergien auslösen und das Immunsystem der Bewohner angreifen.
  • Chemische Schadstoffe: Zu den chemischen Schadstoffquellen gehören Asbest, Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen (VOCs) und Holzschutzmittel, die Pentachlorphenol (PCP) enthalten.
  • Physikalische Schadstoffe: Physikalische Schadstoffquellen sind z.B. elektromagnetische Strahlung (Elektrosmog) von Schnurlostelefonen, Handys und Hochspannungsmasten. Weitere Faktoren sind Lärm, der z. B. von einer stark befahrenen Straße oder einem nahe gelegenen Flughafen ausgehen kann, aber auch zu hohe Luftfeuchtigkeit.

Verwenden Sie umweltfreundliche Baumaterialien.

Nur wer konsequent auf gesunde Baumaterialien und Einrichtungsgegenstände setzt, kann unangenehme Überraschungen vermeiden und sein Zuhause frei von Schadstoffen halten. Alle auf dem Markt befindlichen Bodenbeläge, Putze und Farben sind potenzielle Quellen von Schadstoffen, die die Luftqualität negativ beeinflussen können. Um die Wohngesundheit zu schützen, ist es daher wichtig, darauf zu achten, dass die von Ihnen verwendeten Produkte zertifiziert sind. Verschiedene Prüfungen und Gütezeichen, die die Unbedenklichkeit des Inhalts bestätigen, geben Hinweise. Ein Beispiel ist das eco-INSTITUT in Köln, das eine Vielzahl von Produkten auf gesundheitsgefährdende Chemikalien untersucht. Mit dem Qualitätszeichen des europäischen Verbandes „natureplus“ können auch Bauprodukte gekennzeichnet werden, deren gesundheitliche Wirkungen eingehend geprüft wurden.

Außenluft und Innenluft

Wohngesunde Innenluft

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von Innenraumluftschadstoffen sprechen? Natürlich gelangt regelmäßig verschmutzte Außenluft in unsere Wohnräume, aber das ist nur ein kleines Problem. Tatsächlich sind es in vielen Wohnungen vor allem Wand-, Decken- und Bodenmaterialien sowie Möbel und andere Einrichtungsgegenstände, die problematische Chemikalien ausstoßen und die Wohngesundheit negativ beeinflussen.

Hinzu kommt das Problem der Schimmelbildung in zu feuchten Räumen. Die giftigen Schimmelsporen werden auch in der Raumluft verteilt und dann von den Bewohnern eingeatmet. Feuchtigkeit als Ursache kann zum einen durch Baumängel entstehen, zum anderen wird sie aber auch vom Menschen selbst produziert: durch Kochen, Baden und Duschen, aber auch schon durch Schwitzen oder einfaches Atmen. Indem wir Sauerstoff einatmen und im Gegenzug Kohlendioxid und Feuchtigkeit ausatmen, tragen wir bereits zur kontinuierlichen Verschlechterung der Raumluftqualität und somit auch im Allgemeinen der Wohngesundheit bei.

Natürlich sind die Bedingungen von Ort zu Ort unterschiedlich, aber überraschenderweise ist die Innenraumluft heute oft gesundheitsschädlicher als die Außenluft. Die Antwort auf die Frage, ob es besser ist, zu Hause die Fenster geschlossen zu halten, um zu verhindern, dass Schadstoffe von außen eindringen, oder das Gegenteil zu tun, um gefährliche Stoffe von innen herauszulassen, lautet daher in der Regel: lüften, lüften, lüften! Moderne Lüftungsanlagen mit Filterfunktion sind hier im Vorteil, da sie den Import von Pollen, auf die viele Menschen allergisch reagieren, verhindern.

Zahlreiche Quellen der Verschmutzung

Die Bandbreite der Schadstoffe, die aus Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen in den Innenraum gelangen können, ist enorm und kann hier nicht im Detail diskutiert werden. Viele Farben, Lacke, Putze, Klebstoffe, Kunststoffe oder Holzwerkstoffe enthalten flüchtige Gase, die über viele Jahre an die Raumluft abgegeben werden und beim Menschen z. B. Allergien, Asthma und Nervenerkrankungen auslösen können. Darüber hinaus bestehen mögliche Gesundheitsrisiken durch das Einatmen von mineralischen oder organischen Fasern, z. B. aus Dämmstoffen. Auch Produkte wie Naturstein oder keramische Fliesen können schädlich sein, da sie oft mehr oder weniger stark radioaktive Strahlung abgeben, allerdings meist unterhalb der geltenden Grenzwerte für die Wohngesundheit. Schließlich ist auch die Raumluft offensichtlich durch elektromagnetische Strahlung belastet. Gerade dieser Bereich hat in den letzten Jahren durch die extreme Zunahme von Mobiltelefonie und WLAN-Internet stark an Bedeutung gewonnen. Inwieweit all dieser „Elektrosmog“ unsere Wohngesundheit gefährdet, werden jedoch erst zukünftige Forschergenerationen mit Sicherheit sagen können.

Definition durch das Sentinel-Haus-Institut

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für die Wohngesundheit und somit auch für Schadstoffe in der Innenraumluft gestiegen, sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Herstellern von Baumaterialien und Einrichtungsgegenständen. Gleichzeitig haben sich Schlagworte wie „gesundes Wohnen“ oder „wohngesundes Bauen“ durchgesetzt. Dies ist vor allem auf die Aufklärungsarbeit des Sentinel-Haus-Instituts (SHI) zurückzuführen (www.sentinel-haus.eu). Die GKV setzt sich nicht nur für gesundes Wohnen ein, sondern hat auch ein praktikables Verfahren entwickelt, mit dem Baufirmen ihren Kunden unabhängig von der Bauweise und unter Verwendung handelsüblicher Baustoffe eine bestimmte Innenraumluftqualität vertraglich garantieren können.

Laut einer GKV-Definition bedeutet der Begriff „gesundes Wohnen“ „einen Zustand von Gebäuden, der durch Minimierung schädlicher Einflüsse optimale Bedingungen für die Gesundheit schafft und somit zur weitestgehenden Erhaltung der Gesundheit beitragen kann, auch Menschen mit besonderer Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen eine Verringerung ihrer Empfindlichkeiten und in Einzelfällen sogar eine Steigerung des Wohlbefindens durch positive Effekte wie Licht und Farbe bietet“.

Warum sollte man auf die Wohngesundheit von Immobilien achten?

Im Zusammenhang mit Baumaterialien ist der Begriff „gesundes Wohnen“ oder „Wohngesundheit“ etwas irreführend. Wir erwarten ja auch nicht, dass eine „gesunde Innenfarbe“ oder ein „gesundes Holzschutzmittel“ uns gesünder macht. Es reicht, dass sie uns nicht krank machen. Man könnte auch sagen „gesundheitsunschädliche Baustoffe“, aber das hat nicht den gleichen Klang.

In der Praxis geht es bei der Wohngesundheit natürlich in erster Linie um die Verwendung möglichst schadstoffarmer Baumaterialien. Aber auch der Begriff „schadstoffarm“ kann irreführend sein. Denn wann ist ein Stoff ein Schadstoff? Bei den erwähnten „Menschen mit besonderer Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen“ handelt es sich oft um Menschen, die auf eigentlich harmlose Naturstoffe, die man im Allgemeinen nie als Schadstoffe bezeichnen würde, stark allergisch reagieren. In diesem Sinne bedeutet Wohngesundheit nicht nur schadstoffarmes Bauen nach einem festen Standard. Vielmehr geht es in vielen Fällen um eine individuelle Auswahl von Einrichtungsmaterialien, bei der der Mensch mit seinen individuellen „Befindlichkeiten“ das Maß aller Dinge ist.

Gesundes Wohnen durch Fenster

Wohngesundheit durch Fenster

Fenster tragen wesentlich zur Wohngesundheit bei. Sie sorgen für das Licht, das jeder braucht, um sich wohl zu fühlen. Sie tragen auch entscheidend zu einem guten Raumklima bei. Moderne Fenster helfen auch, Energie zu sparen. Zusätzlich zu den richtigen Fenstern ist regelmäßiges Lüften für gesundes Wohnen notwendig. So halten Sie Ihr Zuhause frei von Schimmel und die Luft so frei von Schadstoffen wie möglich.

Gesundes Wohnen und Raumklima

Moderne Fenster halten im Winter die Wärme im Raum. Im Sommer lassen sie die Sonne dosiert herein und bleiben angenehm kühl. Das Raumklima ist maßgeblich für die Behaglichkeit und damit auch für die Wohngesundheit verantwortlich. Die umgebenden Wände haben durch Wärmestrahlung einen erheblichen Einfluss auf die Raumtemperatur. Moderne Verglasungen mit hohen Wärmedämmeigenschaften leisten einen besonderen Beitrag zum gesunden Wohnen. Fenster mit dieser Verglasung halten die Wärme im Raum und sparen erheblich an Energiekosten. Darüber hinaus führen gut isolierte Fenster zu einer geringen Luftdynamik. Das bedeutet, dass weniger Staub aufgewirbelt wird.

Die meisten Menschen fühlen sich bei Temperaturen um die 20 Grad im Wohnzimmer besonders wohl. Die umgebenden Wände haben durch Wärmestrahlung einen erheblichen Einfluss auf die Raumtemperatur. Eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 % empfinden sie als besonders angenehm und wohngesund. Die Feuchtigkeit gelangt jedoch durch Pflanzen oder Aquarien in die Raumluft. Bei regelmäßigem Lüften entweicht diese Feuchtigkeit. Es reicht aus, das Fenster 3 mal täglich für 10 Minuten zu öffnen. Automatische Lüftungssysteme bieten eine praktische Alternative und sind fester Bestandteil für die Wohngesundheit. Sie können von einem Fachmann im Fenster oder an der Außenwand installiert werden. Die automatische Lüftung spart auch Energie, weil sie die Wärme im Raum hält.

Fenster: sauber und schimmelfrei

Modernes Glas dämmt nicht nur sehr gut, sondern weist auch Schmutz ab und ist leicht zu reinigen. Holz oder Kunststoff sind die am besten geeigneten Materialien für Fensterrahmen. Kunststoffrahmen halten jedoch relativ viel Staub und Schmutz fest. Fenster mit Holzrahmen sind leichter sauber zu halten, da Staub und Schmutz nicht so leicht daran haften bleiben. Lassen Sie sich von einem „qualifizierten Tischler“ beraten, welche Fenster für Ihre Bedürfnisse der Wohngesundheit am besten geeignet sind. Generell sollten moderne Fenster nur von einem Fachbetrieb eingebaut werden. Manchmal müssen Fensteröffnungen zusätzlich isoliert werden, um Fenster und Wände frei von Schimmel zu halten. Sichern Sie die Gesundheit Ihres Hauses mit den richtigen Fenstern. Der Schreiner kann feststellen, welche Maßnahmen notwendig sind und diese fachgerecht umsetzen.

Der Faktor Wasser bei der Wohngesundheit

Ein wichtiger Bestandteil der Wohngesundheit ist das Wasser in Ihrem Haus. Leitungswasser muss nicht nur sauber sein, es muss auch hygienisch einwandfrei sein. Aus diesem Grund benötigt ein neu gebautes Haus ein modernes Trinkwassersystem, das fachgerecht installiert ist und den einschlägigen Vorschriften entspricht. Wasser unterliegt in Deutschland den strengsten Kontrollen und Richtlinien. Die Materialien der Rohre und Fittings spielen eine wichtige Rolle. Sie dürfen keine Stoffe enthalten, die in gelöster Form in das Trinkwasser gelangen können. In Neubauten werden hauptsächlich Kunststoff-, Kupfer- oder Edelstahlrohre für die Wasserinstallation verwendet.

Darüber hinaus können Sie auch auf eine externe Wasserfilter-Anlage vertrauen. Diese sorgt dafür, dass noch nicht vollständig reines Wasser durch den Einsatz von Kohlenstofffiltern oder zum Beispiel eines Osmose Filters komplett bereinigt wird. So erhalten Sie absolut hochwertiges Trinkwasser, welches besonders „weich“ ist und somit der Wohngesundheit und Ihrer körperlichen Gesundheit zugute kommt und zudem für weniger Kalkrückstände im Haushalt sorgt.

Schallschutz ist der Komfort des Wohnens

Wie entspannend ist ein Zuhause, in dem man den Lärm und die Hektik des Lebens ausblenden und vergessen kann? Stille und Ruhe sind ein seltenes und kostbares Gut. Lärm macht Sie krank. Das belegen mehrere Studien, darunter eine des Umweltbundesamtes. Das Unglückliche am Schall ist, dass er das autonome Nervensystem beeinflusst, das wir nicht bewusst steuern können. Das bedeutet, dass Lärm unsere Wohngesundheit beeinträchtigt, selbst wenn wir denken, dass wir daran gewöhnt sind. Selbst Schalleindrücke, die wir nicht als Lärm wahrnehmen, haben eine chronische Wirkung auf unseren Kreislauf, das Immunsystem und den Stoffwechsel. Sie erzeugen Stress. Deshalb ist die Schalldämmung im Wohnbereich besonders wichtig und trägt auch zum Wohnkomfort und der Wohngesundheit bei.

Seelenfrieden dank guter Schalldämmung

Wohngesundheit bedeutet auch, nicht durch unerwünschte Geräusche oder Klänge gestört zu werden, die Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwäche verursachen können. Wohngesund Bauen bedeutet also, in Ruhe zu leben. Wer in einer Großstadt lebt oder zumindest in der Nähe einer Hauptverkehrsstraße oder Baustelle wohnt, kennt das Problem: ständiger Lärm, auch wenn er gedämpft ist. Besonders wenn Sie die Fenster zum Lüften öffnen müssen, ist es unmöglich, dem von außen kommenden Lärm zu entkommen. Ständiger Lärm drückt nicht nur die Stimmung, sondern kann auch zu Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall zu psychischen Erkrankungen führen.

Fenster mit zertifizierter Schalldämmung verhindern effektiv unerwünschten Lärm und verbessern somit die Wohngesundheit. Achten Sie beim Kauf neuer Fenster auf eine optimale Schalldämmung. Einige Fenster bieten Ihnen durch den Einsatz von Spezialglas einen sehr hohen Schallschutz von bis zu 47 dB. Auf diese Weise halten sie jeden noch so störenden Außenlärm von Ihren Innenräumen fern. Die Türen können aber auch schallabsorbierend wirken und so für mehr Ruhe und Entspannung sorgen. Erfahren Sie mehr auf unserer Website oder lassen Sie sich von unseren Experten persönlich beraten.

Wohngesundheit – Unser Fazit

Der Begriff „Gesundes Wohnen“ bezieht sich auf die Vermeidung oder Reduzierung von gesundheitsschädlichen Einflüssen in den eigenen vier Wänden. Dies erfordert ausreichend Tageslicht, eine natürliche Umgebung, saubere Luft und eine gute Wärme- und Schalldämmung. Mit den richtigen Fenstern, Türen, Baumaterialien und Lüftungsanlagen können Sie all diesen Aspekten Rechnung tragen und die Gesundheit Ihres Hauses deutlich verbessern. Lassen Sie sich jetzt von uns beraten.